Unsere Empfehlung für Sie | 29.01.2009

Charles Darwin – das Lesebuch

Charles Darwin – das Lesebuch

Warum Darwin im Original (oder wie hier: in Übersetzung) lesen? Bekanntlich greifen selbst Studenten der Biologie selten zu Darwin selbst, wenn sie sich der Evolutionstheorie zuwenden. Die Antwort liegt darin, dass Darwin, bei allen wissenschaftlichen Qualitäten, auch ein guter Erzähler war.

Er schreibt selbst: „Ich halte es für wichtig, dass meine Ideen von intelligenten Menschen gelesen werden, die an wissenschaftliche Beweisführung gewöhnt sind, aber keine Naturforscher sind.“ Wie ein Detektiv richtet Darwin seinen Blick auf übersehene Detail in der Natur und rekonstruiert aus winzigen Merkmalen eines Tiers oder einer Pflanze den Hergang ihrer Entstehung. Aus seinen zahlreichen Veröffentlichungen (Darwin schrieb insgesamt 32 Bücher, davon 14 vor seinem Hauptwerk Über die Entstehung der Arten) sind im vorliegenden Lesebuch 18 Auszüge versammelt, die jeweils von der Herausgeberin, Julia Voss, mit einer Einführung versehen wurden.

Nicht alle Texte zeigen dabei den „ernsten“ Darwin, den Wissenschaftler. Der Aufsatz „Das ist die Frage: Heiraten – nicht heiraten“ etwa wirft ein Licht auch auf den privaten Menschen. Von seiner Weltreise zurückgekehrt, beschäftigt ihn die Frage, ob er heiraten solle. Und er kommt zur Antwort. „...nur Mut (...) Es gibt viele glückliche Sklaven.“ – Ein Lesebuch, das Lust auf mehr macht.

B. Reinsdorf

Preis: 
€ 12,00